Wenn Führungskräfte Angst haben eine Kündigung auszusprechen


7 Tipps für das Kündigungsgespräch  

Keine Frage, eine Kündigung ist eine Entscheidung gegen etwas oder für etwas. Und manche Führungskraft leidet darunter eine Kündigung aussprechen zu müssen. Es ist eine Entscheidung über das Leben eines anderen und somit eine Belastung für manche Führungskraft.  Trotzdem kommt keine Führungskraft darum herum. Solche Gespräche gehören ebenso zu Kompetenz und Aufgabe. Ein Kündigungsgespräch kann eine sehr emotionale Situation für die zu kündigende Person sein, die Existenz derer wird bedroht. Bei leistungsdefizitären Gründen einer Kündigung, gehen meist schon Abmahnungen bzw. Gespräche voraus, die auf gewünschtes Verhalten abzielen voraus, somit ist dies bereits auch ein längerer Prozess und fällt der Führungskraft oft leichter, als wenn eine spontane unternehmensstrategische Entscheidung getroffen werden muss.

  • Führen Sie das Gespräch als Führungskraft persönlich und wälzen Sie es nicht auf die Personalist:innen oder auf einen externen Berater:in ab.
  • Bereiten Sie sich auf das Kündigungsgespräch vor, sodass Sie bereits in den ersten 3- 5 Sätzen Ihre klar formulierte Kündigungsbotschaft abgeben und sich nicht in stundenlangem Vordialog befinden. Überlegen Sie sich die ersten Sätze vorab gut und üben Sie diese ggf. Diese sollten die Ausgangssituation, den Trennungsgrund, die Kündigung an sich und den Kündigungstermin beinhalten. Klären Sie für sich vor dem Gespräch die rechtlichen Grundlagen.
  • Bleiben Sie professionell sachlich, freundlich und wertschätzend, auch wenn die zu kündigende Person ärgerlich oder traurig wird. Ist der Mitarbeiter:in zu emotional, lassen Sie eine kurze Pause zu.
  • Sagen Sie respektvoll formuliert, was Sache ist. Besprechen Sie die Kündigung, diskutieren Sie die Kündigung nicht.
  • Sie leiten das Gespräch und bestimmen somit den Ablauf. Vermeiden Sie Floskeln die Verständnis vermitteln sollen. Denn mit: „Jedes Ende ist ein neuer Anfang“ kann man die Situation für den Mitarbeiter noch verschlimmern. Vermeiden Sie emotionale Verbrüderungen.
  • Egal ob der Mitarbeiter:in hysterisch wird, weint, bettelt, geschockt ist oder zur Gänze ausflippt…bleiben Sie ruhig und professionell. Angenehm in der Stimme und klar in der Aussage.
  • Fassen Sie das Gespräch nochmal zusammen. Sollte der Mitarbeiter:in direkt nach dem Gespräch das Unternehmen verlassen, bieten Sie ihm ein Taxi an, um zu vermeiden, dass eine emotionale und aufgewühlte Person durch die Straßen läuft.

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