Heute gebe ich einen kurzen allgemeinen Überblick über die Risk-Bereiche von Opfern! Wer hat ein hohes Risiko gefischt zu werden, wer ein geringes? Die Evaluierung der Opfer ist ebenso ein Teil der Arbeit von Viktimologen und Kriminalisten. Die Kriminologie befasst sich mit den Hintergründen. 

Viele Opfer werden durch Zufall zum Opfer und waren keine Zielperson. Es gibt unterschiedliche Arten und Vorgangsweisen, wie der Täter zu seinem Opfer kommt. Oft ist das Opfer nur Zufall, weil es, wie man immer wieder in den Medien hört, „Zur falschen Zeit am falschen Ort“ war. Andererseits wählen sich viele Täter ihre Opfer aufgrund von Fantastereien und Fantasien aus. Sie malen sich ganze Szenarien aus, ganze Filme spielen sich in ihren Köpfen ab und halten Ausschau nach der Zielperson, nach dem Opfer welches diese Rolle erfüllen kann. Es kann lange Zeit dauern, oft Monate, sogar Jahre, bis ein Täter sein Idealopfer gefunden hat. Das Idealopfer ist nicht immer ein leichtes Opfer. Das bedeutet, dass der Täter oft über lange Zeiträume als tickende Zeitbombe durch die Gegend wandelt.

In der Kriminologie bzw. Viktimiologie wird in folgende Risk-Categories eingeteilt.

Low risk people:
Es gibt Menschen die ein niedrigeres Risiko haben, als Opfer ausgewählt oder selektiert zu werden. Oft haben sie ein selbstbewusstes Auftreten, besuchen keine düsteren bzw. verwahrlosten Gegenden, bleiben vorwiegend im vertrauten Umfeld, gehen umsichtig und vorsichtig durch Leben, halten sich vorwiegend im Freundesrudel auf. Schließen brav Haus und Hof ab.

Middle risk people:
Auch diese Personen schliessen ihre Türen ab und haben ein bestimmtes Maß an Sicherheitsdenken. Oft sind es Menschen die häufig Partner wechseln, one night stands haben und deshalb öfter nachts auch alleine unterwegs sind.

High risk people:
Menschen mit promiskem Lebenswandel, Drogen und Alkoholkonsum. Prostituierte, Escortservice sind ebenfalls im High Risk-Bereich angesiedelt. Der Kontakt mit fremden Menschen birgt alleine schon ein grosses Risiko, dann kommt noch die Arbeit nachts dazu, dunkle Ecken wo auf der Job ausgeübt wird. Und natürlich ist der Kontakt mit Kriminellen ein weiteres Risiko. Auch Kinder, alte, gebrechliche Menschen, bzw. Menschen mit optisch schwacher Ausstrahlung sind und werden leicht Opfer.

Be careful! Sicherheitsdenken ohne Paranoia zahlt sich aus.

Herzlichst Patricia Staniek
Kriminologin, Profiler PScn

Ist es möglich eine gewaltfreie Welt zu schaffen? Liegt Gewalt in unserem Wesen? Ist sie eine Anlage? Kann uns Bildung, Selbstverantwortung, selber denken, Aufklärung usw. tatsächlich dabei helfen Gewalt aufzulösen, das Böse hinter uns zu lassen? Bewertet steht Gewalt für das Böse, für das, das nicht sein darf. Dennoch ist die Evolution nicht nur eine Geschichte der Entwicklung sondern eine History of Violence!

Anders Behring Breivik, Wolfgang Priklobil, Josef Fritzl, Jack Unterweger, der Kindermörder von Favoriten, Femizidtäter, pädophile Gewalttäter, Narzisstinnen, Herr Karl von der 16er Stiege, der unscheinbare paranoide Nachbar, der einfache Mensch von nebenan, der Gebildete, der Ungebildete, Gretchen aus der Bäckerei – gibt es den nichtgewalttätigen Mensch oder ist Gewalt, ist das Böse in uns? Ist Gewalt mit Gewalt niederzuschmettern oder gäbe es andere Möglichkeiten. Ich beschäftige mich als Kriminologin und somit an diesen Themen interessierte Person, unter anderem mit Gewalt und deren Entstehung. Weil sie allgegenwärtig ist und weil nicht nur der gewalttätig ist, von dem man es ohnehin nicht vermuten würde, sondern die Gewalt, das Böse auch die befällt, die scheinbar mit ihr nichts zu tun hatten.

Es gibt unterschiedliche Arten von Intensivstraftätern.

Die kleinste Gruppe bilden die Psychopathen, man spricht im Schnitt von ca. 10% Psychopathen unter den Intensivstraftätern. Sanktionen verlaufen im Sand, bzw. prallen ab, genauso wie positive Verhaltensverstärker oder Bestärkungen nicht ankommen, denn diesbezüglich liegt eine Unempfindlichkeit vor. Ihr Mandelkern im Gehirn ist nicht hyperaktiv, so wie er es bei den impulsiv-reaktiven Tätern ist, in ihrem Mandelkern im Gehirn herrscht die absolute Stille. Angst ist ihnen fremd, genauso wie Reue oder Schamgefühl. Mit Empathielosigkeit gehen sie durchs Leben.

Ihr Motto scheint: No risk, no fun! Sie gehen sehr viel strategischer und planender vor als z.B. die Instrumentellen Gewalttäter. Instrumentelle Gewalttäter sind meist Menschen die in einem gewalttätigen Umfeld aufgewachsen sind, bei denen Gewalt zur Tagesordnung, beinahe schon zur familiären „Normalität“ gehörte. Bei dieser Gruppierung, den so benannten Intensivtätern handelt es sich im Schnitt bei 55 – 65% um impulsiv-reaktive Täter. Diese Menschen sehen sich rasch bedroht, schnell provoziert und die Reaktionen auf solche Bedrohungen oder vermutete Provokationen sind ausgesprochen unangemessen. Dann wären da noch die Chronischen Gewalttäter. Als Kinder sind sie oft schon auffällig und leiden an einer antisozialen Persönlichkeitsstörung. Sie lügen, stehlen, zerstören Dinge die ihnen aber auch nicht ihnen gehören. Regeln sind da, damit sie diese brechen können. Viele kennen ihr Verhalten, sind aber nicht in der Lage es zu verändern.

Es bleibt die Frage offen: Was ist das Böse eigentlich? Wo beginnt es und wo endet es!

Herzlichen Gruß
Patricia Staniek
Profiler PScn/Kriminologin/Executivecoach/Keynotespeaker

AUSBILDUNG: CERTIFIED Profiler PSCn für Wirtschaft und Sicherheit
Infofolder unter: Termine

Es wird immer mehr! Immer mehr Anfragen trudeln bei unserem Cybermobbingexperten ein.
Aber was ist es? Internet, besonders Social Media-Netzwerke, werden als Plattform mißbraucht und eignen sich exzellent als viraler Nährboden. Das Internet bietet Platz für Feiglinge, für fiese hinterhältige Attackierer bis hin zu regelrechten Psychos, welche die menschlichen Seelen niedermähen, ihnen psychischen oder oft auch finanziellen Schaden zufügen. Wie Schwärme von Heuschrecken fallen die Cybermobber über die Menschheit her. Sie stürzen sich nicht nur auf Einzelpersonen, im Fadenkreuz stehen auch Organisationen. Cybermobbing – oder wie man in Amerika sagt: “Cyberbullying” – endet manchmal mit dem Selbstmord von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen. Auch viele Prominente leiden unter Cybmobbern. Wie immer darf man nicht nur eine Seite sehen! Nicht alles, was als Cybermobbing deklariert wird, ist auch Cybermobbing. Nicht jeder Konflikt ist Mobbing, nicht jede seltsame Pn oder Whats App-Nachricht hat etwas mit Cybermobbing zu tun. Natürlich schreit der Blender, wenn er auffliegt, natürlich wurde er cybergemobbt. Fakenews wurden verbreitet, alles nicht wahr- das Böse hat ein Gesicht und es ist nicht seines. Es wird alles auf die Anderen geschoben, die Anderen waren es. Die sind die Bösen. Schauen Sie also genau hin, oftmals ist der scheinbar Cybergemobbte auch einfach nur ein Storypusher bzw. ein knallharter Lügner auf Selbstverteidigungs- und Überlebenskurs der sich als Opfer darstellt und der eigentliche Täter ist.

Tatsächliches Cybermobbing findet oft auf der psychischen oder verbalen Attackierebene seinen Einsatz.
Tatformen-Beispiele im Netz:
a.) Bloß stellen bis Happy Slapping
(Personen werden zum Zwecke der Verbreitung im Netz geschlagen,
es wird gefilmt und ins Netzt gestellt!)
b.) Bedrohungen, Androhungen, Belästigungen
c.) Gezieltes Erstellen von Hater-Gruppen
d.) Das Erstellen von Fake-Profilen und folgenden Diffarmierungen
e.) Posten von peinlichen Fotos und Videos
f.) Lügen und Gerüchte verbreiten

Das Internet ist der Tummelplatz für Unmutige, für Hassmenschen, für Frustmenschen, für Liebesverschmähte und Psychos. Die Hemmschwelle ist gering. Auch der Unmutige kriegt es hin, eine Email, eine anonyme Pn oder eine anonyme Whats App abzusenden. Ein Click mit der Maus, ein Bestätigen mit der Entertaste und es ist passiert. Go! Und oft kennt man das Opfer gar nicht persönlich. Oft hat einem das Opfer nichts getan, oft gab es nicht mal eine persönliche Begegnung. Nichts rechtfertigt es. Das Publikum ist da und dankbar für Bespielung.

Die Sensations- und scheinbar gewachsene Hasslust verschafft den Hatern Unmengen von Followern. Wenn der Prozess beginnt, ist er oft schwer zu stoppen, die Dynamik wird meist unterschätzt. Aber: Wenn’s läuft dann läuft’s und es ist meist schwer zu stoppen! Das Internet macht es möglich! Rund um die Uhr kann belästigt werden, rund um die Uhr kann eingegriffen werden ins Leben! Rund um die Uhr ist es möglich, Menschen zu destabilisieren. Manchmal beginnt es in alltäglichen Situationen – so quasi als Pilotfilm. Der Cybercrime-Serienstart verlegt sich dann ins Internet. Was also z.B. in Schule, am Arbeitsplatz oder auf einem Event beginnt, erfährt seine böse Fortsetzung im Netz.
Manchmal sind “Zwangsgemeinschaften” wie Schulen, Vereine aber auch Unternehmensorganisationen ein Nährfeld. Die Menschen verbringen Zeit miteinander, Konflikte entstehen und werden letztendlich im Netz ausgetragen und wirken sich toxisch auf das Leben von Menschen aus. Die Wirkung für die Opfer ist katastrophal und lassen Sie es mich laut und deutlich verkündigen: Tatsächliches Cybermobbing ist kein Kavaliersdelikt!

Was tun bei Cybermobbing in Organisationen:
Es macht Sinn, sich einem Experten für Cybermobbing (Cybermobbingexperte, Cyberdetektiv..) anzuvertrauen! Alleingänge führen oft in ein noch tieferes Dilemma! Prävention, Strategie, Abwendungsprogramme, Imagearbeit, psychologische Betreuung: All das sind Themen mit denen sich Organisationen auseinander setzen müssen.

Was tun bei Cybermobbing bei Einzelpersonen privat oder beruflich:
Hier ist es genauso wichtig, sich einem Experten anzuvertrauen. Machen Sie bei ernsthaften Cybermobbingattacken keine Alleingänge. Informieren Sie sich über Hilfestellen.  Abhängig davon, ob es sich um Jugendliche oder Erwachsene handelt, muß der Fall analysiert werden. Danach wird der entsprechende Strategieplan entwickelt, um den Mobbern Einhalt zu gebieten. Wenn das gelungen ist, ist oft Imagearbeit- und psychologische Aufbauarbeit notwendig.

 

HELP GV – Gesetzliche Definition (Österreich)
Cyber-Mobbing“ – Eigenständiger Straftatbestand

Seit dem 1. Jänner 2016 ist „Cyber-Mobbing“ strafbar. Der im Strafgesetzbuch (StGB) verwendete Titel des Delikts lautet „Fortgesetzte Belästigung im Wege einer Telekommunikation oder eines Computersystems“.

Wegen „Cyber-Mobbings“ strafbar macht sich, wer im Wege einer Telekommunikation oder unter Verwendung eines Computersystems in einer Weise, die geeignet ist, eine Person in ihrer Lebensführung unzumutbar zu beeinträchtigen, eine längere Zeit hindurch fortgesetzt

  • eine Person für eine größere Zahl von Menschen wahrnehmbar an der Ehre verletzt oder
  • Tatsachen oder Bildaufnahmen des höchstpersönlichen Lebensbereiches einer Person ohne deren Zustimmung für eine größere Zahl von Menschen wahrnehmbar macht.
    Bei Verstoß gegen die Strafbestimmung „Cyber-Mobbing“ ist mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen zu rechnen. Hat die Tat den Selbstmord oder einen Selbstmordversuch der verletzten Person zu Folge, so ist die Täterin/der Täter mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren zu bestrafen.
    Weiteres lesen Sie bitte nach auf Help GV.

Bei Fragen kontaktieren Sie uns gerne!
Herzlichst Patricia Staniek
Profiler PScn/ Kriminologin/ Unternehmensberaterin/ Ausbildnerin für Vorstände/Manager/Führungskräfte/Ausbildnerin für Profiling PScn
Executivecoach/Keynotespeaker/Fachvortragende/freie Journalistin (IPC)

Internet TV-Patricia Staniek auf You Tube ab 14.10.2018
MODUS OPERANDI-Im Fadenkreuz der Profilerin
Patricia Staniek ermittelt Persönlichkeiten
Ist es nur ein spannender Talk oder gerät die Person ins Fadenkreuz ?