Psychospiele sind ein Teil des menschlichen Kommunikationslebens. Es gibt keine Familie, Gruppe oder Organisation wo sie nicht vorkommen. Jeder Mensch steuert seine Kommunikation in Richtung eigener Bedürfnisbefriedigung, jeder Mensch manipuliert. Jeder Mensch bekommt Einladungen, Aufforderungen oder Provokationen um auf das Spielfeld von Psychospielern zu gehen. Oft stehen Menschen bereits am Psycho-Spielfeld ohne gemerkt zu haben dass sie dort hin geholt wurden.
Und wo lernen Menschen zu manipulieren und Psychospiele zu spielen? Als Kind erlernt man oft unbewusst solche Verhaltensmuster. Entweder durch Vorbilder aus dem familiären Umfeld oder sie haben mal etwas ausprobiert und das hat funktioniert. Das Kind probiert aus den Papa zu etwas zu bewegen zu dem Mama NEIN gesagt hat und somit hat es eine Strategie die funktioniert. Da sie funktioniert kann sie wiederholt werden bzw. das Portfolio erweitert werden.
Wenn Menschen Psychospiele eröffnen, dazu auffordern, einladen oder es provozieren, stehen meisten persönliche ungelöste Probleme, Wünsche oder Frustrationen dahinter. Menschen die aufs Psychospielfeld locken, wollen zeigen dass sie mächtig sind, dass sie mutig sind, dass sie durchsetzungsfähig sind. Oft auch wollen sich unzufriedene Menschen einfach nur interessant machen, in den Mittelpunkt rücken und Anerkennung heischen.
Psychospiele starten mit dem Auswurf der Angel, auf dem ein Köder hängt. Der Köder wird dem anderen so hingeworfen, dass der darauf anspringen soll. Mit dem Köder will man provozieren, verletzten, dem anderen eines reinwürgen. Die andere Person soll anspringen, soll reinspringen ins Spielfeld. Das fühlt sich für den Psychospieler oder Spielerin gut an. Das füllt Defizite auf, -leider nur scheinbar.
Manchmal stecken dahinter unterschiedliche Motivationen der Unsicherheit oder reine Bosheit. Der Psychospieler oder Spielerin sucht sich auch ganz gerne Verbündete die in diesem Spiel missbraucht werden und gegen eine andere Person eingespannt werden. Die Verbündeten werden als Verstärker gebraucht. Als Verbündeter wird meist eine entweder bösartige Person oder eine unsichere, in der gegenwärtigen Situation unzufriedene Person eingesetzt. Denn gemeinsam fühlt es sich besser an.
Wobei der/die Verbündete letztendlich meistens die ganz große Rechnung bezahlt. Sie wurde benutzt auf der einen Seite und gerät auf der Gegenseite in Missgunst. Für den Verbündeten gilt: Wenn dich jemand auffordert etwas gemeines, hinterhältiges, bösartiges zu tun, oder jemanden eins reinzuwürgen, dann haben Sie es nicht mit einem Freund zu tun. Ein Freund würde Sie für so etwas nicht missbrauchen und Sie aus persönlichen Konflikten mit anderen raushalten.
Was tun im ersten Schritt bei Psycho-Spielangeboten:
Achten Sie genau darauf ob Sie Spielangebote bekommen und überlegen Sie auf welche Köder Sie anspringen. Meistens ist es besser die Spiele offen anzusprechen und souverän drüber zu stehen.
Im Ernstfall, also im Bedrohungsfalle müssen Sie die Bremse ziehen. Das bedarf dann einer guten Strategie und einer bedachten Vorgangsweise.
Crimefreie Grüße, Patricia Staniek
Kriminologin, Profiler, Unternehmensberaterin, Executivecoach
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