JUST IN CASE!  Prävention und Hilfe

 

Die Anzeichen sind meistens da, sie werden nur nicht wahrgenommen, wollen nicht wahrgenommen werden oder aber dem Glauben „Wahrscheinlich übertreibe ich“ zugeschrieben.

Sie passiert nicht von einer Sekunde auf die andere, meist ist sie ein sich einschleichender Prozess. In den meisten Fällen sind Frauen und Kinder davon betroffen. Frauen brauchen Schutz und Hilfe in solchen Situationen und natürlich brauchen Kinder einen ganz besonderen Schutz. Die Mutter die oft selbst misshandelt wird und sich deshalb nicht um Hilfe fragen traut aus Angst wieder verprügelt zu werden, fühlt sich oft zu schwach, das Kind zu schützen oder verhält sich aus Angst ruhig. Doch die Mutter muss in Aktion kommen muss sich für sich und ihre Kinder Hilfe holen.

Allerdings betrifft häusliche Gewalt nicht nur Mütter sondern auch Frauen ohne Kinder. Die Anzeichen sind schon vorher da und es beginnt meist nicht mit physischer Gewalt sondern mit psychischer. Zu Beginn einer Beziehung ist da natürlich der Rausch der Hormone, das Pärchen ist verliebt und das was an ersten Anzeichen kommt, wird im Hormonrausch der Verliebtheit übersehen. Nach einiger Zeit beginnen die verbalen „kleinen“ und später auch die größeren Angriffe. Natürlich verspricht der Partner Besserung und bereut scheinbar. Dabei kann es schon vorkommen, dass er der Partnerin die Schuld gibt: Du bist Schuld, hättest du dich nicht so verhalten, hätte ich dich nicht anschreien müssen und später …„schlagen“ müssen. Die Beziehung steht unter ständiger Spannung. Seine Angriffe werden häufiger, heftiger und intensiver, verbal als auch die körperlichen Übergriffe.

Ein paar mögliche Anzeichen:

Der Partner ist eifersüchtig -über das normale Maß hinaus
Er kontrolliert die Frau und versucht sie vom sozialen Umfeld zu isolieren
Fragt mit wem sie sich getroffen hat, gesprochen hat….
Er macht ihr Verhaltens- oder Kleidervorschriften
Will Telefonate, Sms usw. weiter sehen, checkt das Handy oft heimlich, oft wird Spyware installiert (Ortung)
Er macht sie runter, beschimpft, beschuldigt und stellt sich selbst als Opfer von ihr da……
Demütigungen

Im NOTFALL rufen Sie sofort den Polizeinotruf an: 110
Machen Sie folgende Angaben:
Name/Adresse
Was ist passiert – kurz: Bsp: Er prügelt mich
Täter anwesend oder nicht, hat er Waffen, ist bewaffnet….
Bitten Sie das sofort jemand kommt.
Sollte das möglich sein, bringen Sie sich bei Nachbarn in Sicherheit

Wenn kein Notfall vorliegt z.B.:
UNBEDINGT! Gewalt darf keinen Nährboden finden, Sie tragen die Verantwortung für sich und wenn vorhanden auch für die Kinder!
Frauen-HelpLine: 0800 222 555

Es gibt immer Hilfe und Schutz!

Patricia Staniek
Kriminologin, Certified Master Profiler

Foto: Pixabay

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