Meine Frau, mein Territorium - EIFERSUCHT IST DAS HAUPTMOTIV BEI FEMIZIDEN (Frauenmorden)

Auslöser ist meist nicht eine bestimmte erwiesene Aktion der Frau, meist reicht die Fantasie des Täters geprägt aus Angst, Wut, Scham vor dem erdachten, vermuteten, drohenden Verlust. Eifersucht, verletzte Eitelkeit, scheinbare Kränkung führt zu geplanten Taten aber vielfach zu Taten im Affekt.

Das Töten ist ein evolutionäres Phänomen. Menschen töteten um die Sippen zu schützen, um die Rivalen zu bekämpfen, Menschen führen Kriege um Besitz zu vergrössern, Macht zu multiplizieren usw.! Töten ist also ein Teil des Menschen der trotzdem nicht sein soll, nicht sein darf. Der Mensch kann entscheiden, es nicht zu tun.

Eifersucht, verletzte Eitelkeiten, Trennungsängste oder Trennungen sind Merkmale von Affekt-Femiziden die in der letzten Zeit passiert sind. Die mutmaßlichen Täter wurden erwischt oder haben sich gestellt.

Viele Frauen mit ihren Kindern brauchen Unterstützung um aus gewalttätigen Beziehungen herauszukommen. An diesen Unterstützungen muß wehement weiter gearbeitet werden.

Aufmerksamkeit ist ein wichtiger Faktor!
Natürlich gibt es auch Männer die mißhandelt werden. Doch da dürfte einiges im Dunkelfeld liegen, denn wenige Männer zeigen an, dass sie von einer Frau mißhandelt werden.
Die Kriminalstatistik bestätigt, dass Tötungsdelikte mehr männlich sind und sich die Gewalt von Männern oft gegen die Frau richtet. Anders die Frau: Oft richtet die Frau die Gewalt gegen sich selbst, in dem sie leidet, Tabletten und Alkohol zu sich nimmt, oder sich selbstzerstörerisch verhält.

Hätte Sie ihn nicht Eifersüchtig gemacht, würde Sie noch Leben. Solche Aussagen höre ich dann oft. Auch wenn eine Frau einen Mann Eifersüchtig machen sollte, gibt es kein Recht auf Tötung – auch nicht im Affekt.

In den Medien bekommen die Täter enorme Aufmerksamkeit. Die Auseinandersetzung mit dem Femizid geht über den Täter. Jeder will wissen „warum“?

Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die Opfer, auf die Betreuung und Begleitung des Subumfeldes der Opfer, auf Prävention. Denn verschärfte Strafen verhindern keinen Affektfemizid – Prävention und Aufmerksamkeit vielleicht schon.

Patricia Staniek
Certified Master Profiler
Criminologist

Opfernotruf: 0800/112 112
Frauenhelpline gegen Männergewalt: 0800/222 555

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